Chiare o scure perché dovresti amare le birre rossebirre rosseMaltese

Hell oder dunkel – warum du Red Ales lieben solltest

Heute sprechen wir über rote Biere, ausgehend von der Beliebtheit bei italienischen Konsumenten: Laut einer aktuellen Studie von CGA Nielsen IQ dominiert das helle Bier die Präferenzen in Italien mit 66 % der Konsumenten gegenüber anderen Farbvarianten, aber 26 % bevorzugen rote Biere, ein Prozentsatz, der keinesfalls unterschätzt werden sollte.

 

Sicherlich werden goldene Biere oft als die „volkstümliche“ Wahl wahrgenommen, doch das rote Bier gewinnt immer mehr an Bedeutung im Herzen der Liebhaber, dank seines komplexen Aromaprofils und der vielfältigen Geschmacksnoten. Immerhin entscheidet sich jeder vierte Italiener dafür, über die üblichen Optionen hinauszugehen und sich in die Welt der roten Biere zu wagen… das ist eine bedeutende Zahl, die zeigt, wie die Leidenschaft für vollmundigere und aromatischere Biere stetig wächst.

 

Rote Biere oder Amber Ale – wie nennt man sie richtig?

Beginnen wir mit den Worten, die bekanntlich wichtig sind: Es ist leicht, auf die Begriffe „rotes Bier“ und „amberfarbenes Bier“ als Synonyme zu stoßen, aber ist das korrekt? Wenn man genau sein will, verwenden die Traditionen der verschiedenen Brauschulen weltweit seit Jahrhunderten dieselben Farbreferenzen, die wir auch heute noch als gültig ansehen können. Allgemein, vor allem wenn man nicht mit Experten spricht, ist die Verwendung der beiden Begriffe austauschbar funktional und inklusiv. Für aufmerksamere Liebhaber kann es jedoch einen Unterschied machen zu wissen, dass amberfarben und rot nicht genau dasselbe sind.

 

Der Hauptunterschied zwischen rotem und amberfarbenem Bier liegt neben dem Farbton jedes einzelnen Exemplars – der von der verwendeten Malzmischung abhängt – im jeweiligen Bierstil.

 

In der Praxis, auch bei Wettbewerben, erlaubt jeder Bierstil, der unter die roten und amberfarbenen Farbtöne fällt, eine gewisse Flexibilität. Deshalb versuchen wir auch in unseren Produktbeschreibungen bei Maltese, zwischen einem Bier mit „hell amberfarbenem“ und einem sogar „kupferfarbenen“ Ton zu unterscheiden. Im Allgemeinen zeichnen sich rote Biere durch eine Farbe aus, die von rubinrot bis hellbraun reicht, bedingt durch die verwendeten gerösteten oder karamellisierten Malze. Diese Malze verleihen dem Bier nicht nur seine charakteristische Farbe, sondern auch einen reichen, tendenziell süßen Geschmack mit Noten von Karamell.

 

Amberfarbene Biere hingegen können einen tieferen Ton mit Reflexen in Richtung Orange, Kupfer oder Bernstein aufweisen, wie der Name schon andeutet.

 

Wie wird rotes Bier hergestellt und welche Eigenschaften hat es?

Die roten oder amberfarbenen Biere zeichnen sich durch einen guten Anteil an gerösteten Malzen in ihrer Rezeptur aus. In einigen Fällen wird auch brauner Kandiszucker hinzugefügt, um weitere Farbnuancen und Geschmacksintensität zu verleihen. Der Herstellungsprozess kann sowohl mit obergäriger als auch untergäriger Fermentation erfolgen: Das Ergebnis ist ein Bier mit einer Farbe, die von intensiv golden bis dunkelbronze reicht.

 

Das Geschmacksprofil roter Biere ist vielfältig und reichhaltig: Man kann Noten von Trockenfrüchten, Karamell, Karamellsoße, Kastanienhonig, Milchschokolade, Cappuccino und oft auch geröstete oder leicht verbrannte Nuancen wahrnehmen. Der Schaum, typischerweise elfenbeinfarben, verleiht dem Erlebnis eine cremige Note.

 

Kommen wir zu den Bierstilen, deren Namen, wie bereits erwähnt, oft die Farbe der Biere anzeigen. Es gibt weltweit nur drei traditionelle Stile, die das Wort „rot“ im Namen tragen, stammen aus drei verschiedenen Brauschulen und werden auch von Experten ohne Zögern als rote Biere bezeichnet:

 

  • In Belgien, genauer gesagt in der Region Westflandern, gibt es die Flemish Red Ale (auf Italienisch „Rosse di Fiandra“ oder „Rosse Fiamminghe“): saure Biere, die in riesigen Holzfässern reifen und malzige Karamellnoten mit einer charakteristischen Essigsäure verbinden.

 

  • In Irland hingegen gibt es Biere mit klassischeren Geschmacksnoten und moderatem Alkoholgehalt, die Irish Red Ale. Hier offenbaren die gerösteten und karamellisierten Malze Noten von Datteln und getrockneten Feigen, während der angenehme Bitterton das Ganze gut ausbalanciert.

 

  • Der letzte Stil ist typisch für Nürnberg (ausschließlich Nürnberg, nicht ganz Franken, geschweige denn Bayern oder Deutschland): Er heißt Rotbier, wörtlich „rotes Bier“. Es handelt sich um Biere mit einer süßen Tendenz, die sehr honigartige Tiefen erreichen und heute fast ausschließlich von wenigen Brauereien in der Stadt produziert werden.

 

Und alle anderen Biere mit ähnlichen Farbtönen? Bier-Sommeliers und Braumeister bezeichnen sie als amberfarbene Biere. Einige Stile, wie American Amber Ale, tragen dies explizit im Namen, viele andere jedoch nicht. Zu den amberfarbenen Stilen gehören Bitter, Scotch Ale, bestimmte IPA-Varianten (India Pale Ale) und APA (American Pale Ale), Barley Wine, Dubbel, Belgian Pale Ale, Bock, Doppelbock, Märzen, Vienna Lager.

 

Zwei interessante und unterhaltsame Bezeichnungen für Farbtöne, die unter das Dach des Amberfarbenen fallen (oder sehr nahe daran sind), stammen aus der Tschechischen Republik und Belgien. Die tschechischen Brauer nennen ihre amberfarbenen Biere „Polotmavé“, was wörtlich „halb dunkel“ bedeutet. In der belgischen klösterlichen Tradition ist ein verbreiteter Begriff für trappistische Bieretonaca di frate“ (Mönchskutte), der oft eine Farbe zwischen kupferfarben und braun beschreibt, aber noch nicht in dunkle Töne übergeht.

 

Diese Vielfalt an Stilen bedeutet, dass jeder das passende rote oder amberfarbene Bier für seinen Geschmack finden kann, vom Gelegenheitsgenießer bis zum Liebhaber, der ein komplexes und nuancenreiches Getränk sucht.

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