Le Birre Chiare Artigianali tra Tradizione e InnovazioneMaltese

Helle Craft-Biere zwischen Tradition und Innovation

In den letzten Jahren haben die Craft-Biere einen festen Platz im Herzen der Bierliebhaber weltweit erobert und uns an viele Farben, Düfte und Geschmacksrichtungen gewöhnt, die wir vor etwa zwanzig Jahren in einem Pint niemals erwartet hätten.

Um ehrlich zu sein, hätten wir nie daran gedacht, an einem vollen Bierglas zu riechen, in den seltenen Fällen, in denen wir nicht direkt aus der Flasche tranken. Aber wie man weiß, ändern sich die Zeiten, Produkte entwickeln sich weiter und auch die damit verbundenen Gewohnheiten… Vielleicht nicht alle, denn was die Farbe betrifft, sind unter all den neuen Bieren, die aufkamen oder zurückkehrten, die am meisten konsumierten immer noch die hellen Craft-Biere.

 

Eigenschaften der hellen Craft-Biere

Diese Biersorte, die durch eine helle Farbe gekennzeichnet ist, manchmal klar und manchmal eher „hazy“, stellt eine der beliebtesten und verbreitetsten Comfort Zones in der Craft-Bier-Szene dar. Die ersten hellen Biere, an die man oft denkt, sind jene, die auch als "Lager" oder "Pilsner" bekannt sind, also die Typen, von denen sich auch große Industriebrauereien für ihre Produkte im Einzelhandel inspirieren lassen. Es handelt sich um Biere, die nicht abschrecken und nicht zu sehr von der Biervorstellung abweichen, die wir haben, wenn wir uns der Welt der Craft-Biere nähern, und die für ihre Frische, Leichtigkeit und Vielseitigkeit geschätzt werden, was sie ideal für jeden Anlass macht.

Die Welt der hellen Craft-Biere ist jedoch unglaublich vielfältig, mit zahlreichen Interpretationen, die von den traditionellen Lagerbieren – untergärig – mit deutscher und tschechischer Inspiration bis hin zu den vielfältigeren Ale – obergärig – und den ausgefalleneren Sour oder sogar Wild Beer – Misch- oder Spontangärung – reichen.

Was sie alle verbindet, ist gerade die helle Farbe, die von strohgelb bis zu einem satten Goldton reichen kann, abhängig von der Mischung der verwendeten Malze und Getreide. Der Grad der Klarheit hängt stark von der verwendeten Hefesorte und der Dauer der Kaltreifung vor der Abfüllung ab.

 

Herkunft und Geschichte der hellen Biere

Historisch begann die Verbreitung der hellen Biere etwa Mitte des 19. Jahrhunderts, als die industrielle Revolution zur Herstellung hellerer Malze beitrug – ohne direkte Flammentoastung – und Glas weit verbreitet wurde, was zur schrittweisen Abschaffung der entsprechenden Steuern führte: Die Möglichkeit, das Bier im Glas zu sehen, war eine große Neuerung, und vor allem die immer goldener werdende Farbe besiegelte den weltweiten Erfolg.

Auch deshalb entstanden innerhalb von weniger als einem Jahrhundert in ganz Europa (und darüber hinaus) viele verschiedene Arten von hellen Bieren. Die hellen Craft-Biere, die wir heute trinken, sind das Ergebnis dieser Rezepte, Traditionen und deren Interpretationen durch die heutigen Braumeister.

Es ist nun selbstverständlich, dass man bei hellen Craft-Bieren nicht von einem einheitlichen Geschmack sprechen kann, sondern viele Nuancen von Aromen und Geschmäckern gemeint sind, die sich aus den Techniken und Zutaten ergeben, die den Braumeistern weltweit zur Verfügung standen, sowie aus deren heutiger Weiterentwicklung.

In Belgien zum Beispiel spricht die Tradition oft von relativ alkoholreichen hellen Bieren, die trotz ihrer goldenen Farbe häufig um die 9-10 Volumenprozent Alkohol erreichen. Ein leuchtendes Beispiel ist das Trappistenbier Westmalle Tripel, das erstmals 1934 auf den Markt kam und mit seinen 9,5 Volumenprozent, seinen fruchtigen und würzigen Aromen sowie seiner charakteristischen Trockenheit als Mutter aller Tripel weltweit gilt.

Auch in England sind helle Biere Teil einer jahrhundertealten Tradition, man denke nur an die Londoner Pale Ale, die vor etwa 200 Jahren den amerikanischen Craft-Brauern als Inspiration für die berühmten amerikanischen IPA dienten, die heute Tag für Tag neue Liebhaber gewinnen. Viele IPA sind also ebenfalls helle Craft-Biere, unterscheiden sich aber von allen anderen hellen Bieren durch die tropischen, zitrusartigen und harzigen Düfte der Hopfen aus der sogenannten „Neuen Welt“, zu der Amerika, Ozeanien und auch viele Teile des Ostens gehören.

 

Kurz gesagt, die wichtigste Erkenntnis aus diesem Artikel ist: Ja, helle Biere sind die weltweit am meisten verbreiteten Biere, aber nein, wir dürfen nicht denken, dass helle Farbe immer die gleichen Geschmäcker bedeutet… Im Gegenteil, es gibt immer wieder neue zu entdecken!

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